Organisation

Was sind Organisation und Organisieren?

Die Organisation als Managementfunktion beschäftigt sich mit dem Strukturieren von Daueraufgaben im Sinne von Vorgängen mit Wiederholungscharakter. Im Rahmen der Organisation werden generelle Regelungen getroffen, nach welchen diese Vorgänge zukünftig ablaufen sollen.

Eine Notwendigkeit der Organisation ergibt sich insbesondere aus zwei Ursachen. Wiederholen sich Aufgaben in absehbaren Zeitabständen in gleicher oder wenigstens ähnlicher Form, ist es sinnvoll, diesen Sachverhalt so zu regeln, dass die betreffende Anordnung generell für alle zukünftigen Wiederholungsvorgänge gilt. Ohne Organisation müsste jedes Mal eine Einzelentscheidung erfolgen. Der zweite Grund ist der normalerweise arbeitsteilige Ablauf des Wirtschaftsprozesses im Unternehmen. Hier ist es erforderlich, allgemeingültige Regelungen für die Zusammenarbeit zu finden, nach denen sich alle involvierten Personen zu richten haben. Fehlen solche Regeln, besteht die Gefahr des Zerfalls der organisatorischen Einheit. Außerdem ergibt sich bei instabilen Verhältnissen die Tendenz, dass vor lauter Diskussionen darüber, wem welche Aufgaben zufallen, keine Zeit für deren Erledigung bleibt.

Organisation bewirkt eine Vereinheitlichung der Aufgabenerfüllung und sorgt für Stabilität, da gleiche Situationen immer auf die gleiche Weise bewältigt werden. Sie führt zu einer Erhöhung der Management-Kapazität, zur Vereinfachung laufender Führungsaufgaben und tendenziell zu einer Rationalisierung der Betriebsabläufe. Außerdem ermöglicht sie großbetriebliche, arbeitsteilige Wirtschaftsformen.

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Wird Organisation hingegen zu weit getrieben, kann sie auch negative Wirkungen entfalten. Zu den Risikofaktoren zählen vor allem die Einschränkung der Anpassungsfähigkeit durch Schematisierung und Routinisierung der Betriebsabläufe, die Eingrenzung des individuellen Entscheidungs- und Gestaltungsspielraums und die Entpersönlichung des Managementprozesses sowie der Ersatz natürlicher Autoritätsverhältnisse durch organisatorisch bedingte Sachzwänge.

Hieraus ergibt sich für das Management das Problem, ein ausgewogenes Verhältnis zwischen fallweise entschiedenen und organisatorisch geregelten Tatbeständen zu finden und damit sowohl Unterorganisation als auch Überorganisation zu vermeiden. Neben den Entscheidungen über einen zweckmäßigen Umfang organisatorischer Regelungen beinhaltet die Organisation außerdem gestaltende Tätigkeit in Bezug auf sich selbst.