Managerhandeln

Was tun Führungskräfte in der Managementpraxis?

Zu den Hauptaufgaben von Managern gehört die strategische Unternehmensplanung. Sie entwickeln Rahmenkonzepte, die dazu dienen, die Erfolgskraft und die Wettbewerbsposition des Unternehmens zu sichern und zu verbessern. Hierzu analysieren sie beispielsweise den Markt, beobachten die Mitbewerber und definieren strategische Geschäftsfelder. Die Verteilung der vorhandenen Ressourcen auf die verschiedenen Geschäftsbereiche gehört ebenfalls zu ihrem Tätigkeitsgebiet. Darüber hinaus sichern sie die Leistungsfähigkeit des Unternehmens, indem sie Planungsstrukturen und Kontrollsysteme wie Checklisten, Prüfberichte oder Organisationsanweisungen entwickeln, diese einführen und pflegen.

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Manager planen, organisieren und überwachen die Umsetzung von Konzepten zur Zielrealisierung eines Unternehmens, eines Teilbereichs oder eines Projektes und steuern betriebliche Prozesse und Arbeitsabläufe. Sie stellen die Einhaltung von Terminen, Qualitätsanforderungen, Kosten, Vorschriften und Bestimmungen sicher und legen bezüglich der strategischen Planung Ausrichtungen und Ziele fest. In der Finanzplanung kalkulieren sie Kosten für Produktion, Personal und Betriebsmittel, planen Investitionen und berechnen gegebenenfalls Umsatz- und Gewinnerwartungen.

Manager koordinieren außerdem die Zusammenarbeit betrieblicher Teilbereiche und Mitarbeiterteams und agieren teilweise als Schnittstelle zwischen technischen und betriebswirtschaftlichen Aufgabenstellungen. Unter Umständen obliegen ihnen beratende, vermittelnde und leitende Aufgaben in Institutionen und Unternehmen, welche Beziehungen zu anderssprachigen Ländern unterhalten. Betriebswirtschaftlich sind Manager für sämtliche Geschäfte, Finanzen, Mitarbeiter und Planungen innerhalb ihres Aufgabenbereichs verantwortlich. Ihre fundierten Branchenkenntnisse helfen dabei, neue Marktpotenziale aufzudecken und dadurch den Unternehmenserfolg dauerhaft sicherzustellen.
Der Beruf des Managers bringt eine hohe Verantwortlichkeit mit sich. Als Führungskraft ist er innerhalb seines Aufgabenbereichs für sämtliche Vorkommnisse und Abläufe zuständig. Dafür nutzt er insbesondere in Unternehmen mit mehreren Standorten bzw. international tätigen Unternehmen diverse Kommunikationssysteme wie Audio- und Videokonferenzen. Mittels Internetverbindung haben Manager ihr mobiles Office immer dabei, egal ob sie im Büro, auf Geschäftsreise oder zu Hause sind. Über tragbare Computer oder Smartphone greifen sie online auf den Firmenrechner zu, um beispielsweise ihre Korrespondenz zu erledigen, aktuelle Firmendaten abzurufen, diese auf den neuesten Stand zu bringen und sich über laufende Geschäftsvorgänge zu informieren. Oft stehen Manager unter Zeitdruck und Stress. Häufig fällt Mehrarbeit an, zum Beispiel wenn kurzfristig Pläne für die Verbesserung von Geschäftsprozessen zu erarbeiten sind. Außerdem müssen Manager sich auf unregelmäßige Arbeitszeiten einstellen, da geschäftliche Termine zum Teil außerhalb der allgemein üblichen Wochenarbeitszeiten stattfinden.

Einen Teil ihrer Tätigkeiten erledigen Manager in Form von Bildschirmarbeit. Der Hauptanteil ihrer Arbeit findet in Büroräumen statt. Häufig stehen sie dabei in Kundenkontakt. Geschäftsgespräche werden oft auf Englisch oder in anderen Fremdsprachen geführt. Die Aufgaben und Arbeitssituationen wechseln relativ oft, beispielsweise zwischen den Bereichen Investition und Finanzierung, Qualitätssicherung, Controlling, Mitarbeiterführung und Kundenbetreuung. In das Berufsfeld von Managern fallen sowohl das Anleiten und Führen von Personen als auch die Übernahme der Verantwortung für Sachwerte.

Typisch für die Managertätigkeit sind die gleichzeitige Bearbeitung mehrerer Probleme, plötzliche Unterbrechungen sowie die spontane Wiederaufnahme zuvor abgebrochener Arbeitssequenzen. Einen nach Phasen geordneten Ablauf gibt es nicht. Da sich Manager einer kaum überschaubaren Menge zu bewältigender Sachverhalte gegenübersehen, die von dauerhafter Natur sind und sich nicht endgültig lösen lassen (z. B. Innovation, Motivation), können viele Arbeiten nie wirklich abgeschlossen werden. Mehr als 70 Prozent der Arbeitszeit fallen auf das Führen von Gesprächen und das Aufrechterhalten von Kontakten. Die Gespräche dienen als hauptsächliche Informationsquelle, während das Kontaktnetzwerk für die Informationsbeschaffung und die Durchsetzung von Entscheidungen genutzt wird. Mit reiner Schreibtischarbeit beschäftigen sich Manager weniger als 20 Prozent ihrer Tätigkeitszeit.

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